ESOTERISCHES WISSEN

Die psychologische Astrologie

 

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Astrologie - Der Tierkreis-Führer

Das Erlebnisprogramm der psychologischen Astrologie

Reichtum ist die Erfahrung der eigenen Sinnlichkeit - Die Urqualität des 2. Zeichens

Was das Sternbild am Himmel verrät

Wer Anfang Dezember um Mitternacht in den Himmel schaut, wird sicher zuerst das mächtige Sternbild des Orions erkennen. Der rhombische Körper mit dem geschwungenen Schild fällt jedem Beobachter sofort auf. Orion wird das Wahrzeichen des winterlichen Sternenhimmels genannt. Direkt über diesem berühmten Sternzeichen befindet sich ein rötlich flackernder Stern. Es ist Aldebaran, das Auge des Stieres. Die anderen Lichter, die zu diesem Sternbild gehören, sind nicht so leicht auszumachen. Links von Aldebaran sind die beiden Hörner, rechts der Kopf mit Rumpfansatz. Über dem Stierkopf befinden sich die Plejaden oder das Siebengestirn. Sie sehen aus wie eine silberne Perlenschnur oder eine Krone. So offenbaren sich dem stillen Betrachter zwei Seiten des Sternbildes Stier: Die Perlenkette steht für Schönheit und Reichtum. Aldebaran, das rote Auge, verweist auf Leidenschaft und Zorn.

Assoziationen: Siebengestirn - Schönheit - Aldebaran - Zorn

Eine Reise durch die Natur im April/Mai

Wenn die Sonne am 22. 4. das Tierkreiszeichen Stier betritt, beginnt eine Zeit, der man nachsagt, dass sie am allerschönsten sei. An grünen Halmen, Zweigen und Ästen öffnen sich die Knospen und Millionen zarter Blüten zeigen sich dem Licht, die Wiesen sind bedeckt von einem Meer bunter Blumen und die Luft ist erfüllt von ausgefallenen Düften. Die Natur ist in sich selbst verliebt, ist vollendet wie das Paradies. Die ganze Pracht erfährt ihren tieferen Sinn im vorgegebenen Plan der Fortpflanzung und Fruchtbarkeit.

Auch in der Tierwelt ist das Balzverhalten durch auffällige Signale geprägt: Sei es das Farbenspiel des gespreizten Gefieders während der Pfauenbalz, der Lockgesang bestimmter Vogelarten oder weitreichende Duftsignale: Der Einfallsreichtum der Natur kennt keine Grenzen: Alles zeigt sich von seiner prächtigsten Seite, rivalisiert um Schönheit und kämpft um den ersten Rang, als gäbe es auf einem gigantischen Ball einen Wettbewerb nach Tönen, Düften, rhythmischen Bewegungen und Farben. In keiner anderen Zeit des Jahres ist der Reichtum der Natur so üppig an Schönheit, Reizen und Sinnlichkeit.

Assoziationen: Mai - Schönheit - Überfluss - Fruchtbarkeit - Verführung

Stier-Energie in Brauchtum und kirchlichen Festen

Anfang Mai wurden in früheren Zeiten auf dem Lande Feldumgehungen durchgeführt. Man opferte einen Hahn oder einen Hasen und gedachte der Fruchtbarkeitsgötter, damit sie den Menschen ein reiches Jahr schenken würden. Noch heute segnet auf dem Lande der Geistliche während des Fronleichnamumzuges die aufgegangene Saat und die Wiesen.

Am 1. Mai traf sich die Landbevölkerung unter dem Maibaum. Er wurde von den Burschen manchmal noch während der Winterzeit in oft waghalsigen Aktionen im Wald geschlagen und über enge Wege zum Dorfplatz geschleppt. Dann, am 1. Mai, tranken sich die Burschen Mut an, während die hübschen Mädchen unter dem Maienstamm tanzten. Sie trugen Kleider, so bunt wie die Natur und reizten die Burschen mit betörenden Düften und tänzelnden Bewegungen. Auch heute noch gibt es vielerorts diesen Brauch, bei dem weibliche Schönheit mit männlicher Kraft zusammentrifft, und sich bei gemeinsamen Tänzen und Reigen auf symbolische Art vereinigt. Dabei wird auf dem Lande auch noch heutzutage eine Maienkönigin auserkoren, die dann mit demjenigen Burschen das Fest eröffnet, der am mutigsten den Maibaum erklommen hatte.

In der Nacht vor dem ersten Mai ist die Walpurgisnacht. Da trafen sich - wie der Volksmund behauptete - die wilden Frauen, Hexen und Zauberinnen an versteckten und geheimnisvollen Plätzen wie dem Blocksberg. Auch dort ging es angeblich um einen Wettbewerb, allerdings nicht um Schönheit, sondern um magische Kraft. Denn die mächtigste aller Hexen wurde in einem orgiastischen Ritual mit dem Teufel vermählt.

So spiegeln die Sitten und Bräuche der Zeit auf der einen Seite Reichtum, Schönheit und das Spiel weiblicher Verführung wider, und auf der anderen Seite zeugt die Walpurgisnacht von bedrohlichen Kräften, vehementen Emotionen und verschlingender Leidenschaft.

Assoziationen: Maitanz - Sinnlichkeit -Walpurgisnacht - Besessenheit

Das 2. Zeichen in der westlichen, chinesischen und indianischen Astrologie

Der Stier - Westliche Astrologie

 

Der Stier ist die imposanteste Erscheinung auf dem ganzen Hof. Mit seinen kurzen Beinen, dem massigen, gedrungenen Körper und dem Schädel, der ohne Übergang aus dem Rumpf herauswächst, flößt er sogleich Achtung und Bewunderung ein. Er ist ein archaisches Bild von Potenz und Fruchtbarkeit und seit altersher dazu bestimmt, den besten Nachwuchs von Jungtieren zu garantieren. Bis heute spielt dieses Bild eine Rolle vor allem in südlichen Ländern in Stierkämpfen und Dorffesten. Gereizt vom Schmerz, bietet er der Schau-Lust des Volkes eine Vorführung seiner Vitalität und Gewalt, obwohl er im ungleichen Kampf zum Verlierer verurteilt ist.

Stiere gehören zur Familie der Huftiere, einer Säugetierart, die sich bevorzugt zur Domestizierung eignet. Eine blühende Maiwiese mit einer Herde ruhig grasender Kühe vermittelt dem Betrachter ein Bild der Eintracht und des Friedens. Reizt man die Tiere nicht, kann man sich auch ohne weiteres neben ihnen im Gras niederlassen. Stiere sind Wiederkäuer. Jede aufgenommene Nahrung wird von ihnen mehrmals durchgekaut und somit auch in mehreren Etappen verdaut.

Assoziationen: Potenz - Zorn - Friedlichkeit

 

Die Schlange — Chinesische Astrologie

 

In der chinesischen Astrologie entspricht dem Stier die Schlange. Sie wird als einziges Tier betrachtet, das dem Drachen (Widder) ebenbürtig ist. Nicht unbedingt durch ihre Kraft, sondern durch ihre faszinierende Schönheit, der lähmenden Magie ihrer Augen und den schlängelnden Bewegungen, die oft mit einem Liebestanz verglichen werden. Im Land der aufgehenden Sonne ist die Schlange ein Symbol für die Kunst weiblicher Verführung, aber auch für weibliche Macht: Eine erzürnte Schlange ist noch gefährlicher als ein rasender Stier, denn sie rächt sich blitzschnell, mit einem Biss, der tödlich sein kann. Greift sie an, nähert sie sich völlig lautlos und überrascht ihre Gegner sogar im Schlaf. Darum wurde die Schlange ein Symbol weiblicher List und Rache.

Bemerkenswert ist auch die unglaubliche Art der Verdauung einer Schlange, die in gewisser Weise an das Wiederkäuen der Stiere erinnert: Sie verschlingt nämlich ihre Beute immer als Ganzes und übergibt sie dann einem manchmal tagelangen Verdauungsprozess.

Die Schlange wird wegen ihrer herrlichen Lederhaut seit ewigen Zeiten von Menschen gejagt. Und selbst noch die daraus hergestellten Produkte - Schuhe, Taschen und Beutel - sind leider begehrte Requisiten weiblicher Schönheitsideologie.

Assoziationen: Weibliche Verführung - List — Lähmung — Rache

Der Biber — Indianische Astrologie

 

Der Biber ist das größte Nagetier der USA. Er hat kaum natürliche Feinde, aber er besitzt zwei Dinge, wofür ihn die Menschen nahezu ausgerottet haben: Zum einen sein dichtes, braunes Fell, zum anderen eine Flüssigkeit, die weibliche Tiere ausscheiden und deren Geruch männliche Biber anlockt: Moschus. Diese Substanz ist seit dem Altertum als wichtiges Beiprodukt in allen teueren Parfüms bekannt.

Frauen hüllen sich schon immer gerne in einen leichten Moschusgeruch, weil dieser Duft die Männer betört. Man glaubt sogar, dass der Geruch die sexuelle Begierde steigern würde.

Hierfür begaben sich die Männer natürlich auf eine wilde Jagd. Die Länder Amerikas wurden durch die großangelegte Verfolgung von Bibern erst richtig entdeckt und bereicherten sich an diesem Produkt.

Assoziationen: Sexualität - Lust — Verführung

Die psychologische Bedeutung

Sitten und Bräuche zeigen, dass es jetzt nicht mehr wie in der Zeit des Widders um die Manifestation von Kraft und Schnelligkeit geht, sondern um Schönheit, Anmut und die Raffinesse der Verführung. Wurde dort der Stärkste auserwählt, so darf er sich hier mit jener Weiblichkeit verbinden, die er im Balzritual sich erobert. Stärke und Schönheit verbinden sich in aufwendigen Verhaltensmustern und Schaustellungen, während auf der Ebene der Evolution eben in dieser Optimierung die Arterhaltung garantiert wird.

Der naturhafte Instinkt der Verführung hat in der menschlichen Psyche seine Entsprechung. Die US-Psychologen haben Mitte der achtziger Jahre die kulturellen Rollenstereotypen von Männlichkeit und Weiblichkeit zusammengestellt. Hiernach >kämpft< der Mann, >boxt sich durchs Lebern, >will Erfolg<, >macht Karrieren ist konkurrierende >stark<, weint nicht<, ist >kontrolliert< und >dominant<. Die Frau aber »schmückt sich<, >verführt<, >glänzt<, >zeigt sich<, >tanzt<, ist >passiv<, >unlogisch<, >natürlich<. Modetrends und Schönheitsdoktrinen jeglicher Art nehmen solche Rollenklischees auf, um gezielt Bedürfnisse auszureizen und ganz bestimmte Erwartungshaltungen zu produzieren.

In der Industriegesellschaft ist die Modebranche eindeutig zu einem wichtigen Produktionsmotor geworden. Aus der Konkurrenz unter dem dörflichen Maienbaum wurde ein Kampf der Mode und Statussymbole. Und dennoch steht hinter dieser ungeheuren Produktivität letztlich nichts weiter als der kommerzialisierte Wunsch, wie >ein Veilchen zu riechen... damit die Biene kommt.. .<.

Immer mehr besteht aber die Tendenz, dass sich die Warenproduktion von der eigentlichen Sehnsucht des Menschen, dem Wunsch nach Anerkennung, entfernt, die Bedürfnisse verdrängt werden auf eine rein materielle Ebene, auf der sie nie wirklich gestillt werden können.

Übung — Das innere Sein einer Rose

Erinnern Sie sich an die erste Übung im Abschnitt Widder. Es ging darum, sich in Ihrer Phantasie in ein Samenkorn zu verwandeln, welches allmählich zu einer Pflanze emporwuchs. letzt sollen Sie diesen Vorgang fortführen und sich vorstellen, als eine Rose die Knospen zu öffnen. Um Ihre Phantasie zu stärken, ist es wieder sehr nützlich, wenn Sie sich zuvor entspannen. Legen Sie sich bequem auf den Rücken und registrieren Sie ungefähr fünf Minuten lang all die Körperstellen, die Ihnen im Moment durch eine Empfindung, ζ. B. Druck auffallen. Immer wenn Sie in Ihrer inneren Wahrnehmung eine Stelle erreichen, sagen Sie zu sich, dass eine heilende, magische Energie Sie berührt und diese Empfindung in eine wunderbare Leichtigkeit verwandelt. Bald wird sich Ihr ganzer Körper sehr entspannt anfühlen. Genießen Sie diesen Zustand ausgiebig. Dann heben Sie bitte ganz langsam Ihre Arme an, bis sich die Fingerspitzen auf Ihrem Bauch berühren. Stellen Sie sich nun vor, Ihre Hände seien die Knospenblätter einer Rose, die sich sehr vorsichtig entfaltet. Erinnern Sie sich an die filigrane Zartheit einer Rose und atmen Sie ihren unnachahmlichen Duft, während die intensiven Farben immer strahlender werden. Stellen Sie sich vor, wie sich Ihre ganze Person immer mehr in die einmalige Schönheit einer Rose verwandelt.

Hier als Beispiel das Protokoll einer 29jährigen Frau, die in einer Astrologie-Gruppe ihr Erlebnis mit dieser Phantasie-Übung protokollierte. Sie ist ein Skorpion, hat also ihre Sonne in dem Zeichen, das dem Stier genau gegenüberliegt, und neigt daher eher dazu, den Wert der Stier-Energie zu vernachlässigen. In dieser Phantasie-Reise erlebte sie zum ersten Mal bewusst ein Gefühl für ihre eigene und natürliche Schönheit und beschreibt ihr Erlebnis in einer für Skorpione recht typischen, pathetischen Art und Weise:

»... Tief aus meinem Inneren wuchs eine Kraft, die im Frühling in der Natur dafür Sorge trägt, dass Rosen und Lilien ihre Blüten entfalten können. Diese Energie stieg in mein Gesicht und ich fühlte mich frischer. Sie berührte meine Augen und ich sah einen intensiven Glanz, der aus meinen eigenen Augen strahlte. Sie erfüllte meinen ganzen Körper... Ich war wie eine Rose und nahm einige tiefe Atemzüge. Ich wusste, dass ich vollendet war, einfach so wie ich war. Alle meine Anstrengungen, gut und bedeutungsvoll zu sein, kamen mir jetzt sehr albern vor. Ja, ich bemerkte, dass sie mich nur noch weiter von meiner Natürlichkeit entfernten. Ich war glücklich und fand zum ersten Mal, dass ich mich selber lieben konnte, alles, meinen Körper, meine Haare, meine kleinen Brüste, meine Figur, meine Finger. Ich empfand mich reich, so wie ich war...«

Wird die Energie des zweiten Zeichens nicht gelebt, verliert der Mensch immer mehr den Glauben an seine natürliche Ausstrahlungskraft. Das kann schon sehr früh geschehen, z. B. wenn ein kleines Mädchen, das zum ersten Mal bewusst ihre kindlichen weiblichen Reize entdeckt, von den Eltern bestraft wird. Dann müssen immer weniger deutliche >Verführungsstrategien< eingesetzt werden. Aus der Frage >Bin ich schön ?< wird die Frage >Bin ich intelligent ?<, >Bin ich reich?<, >Bin ich brav?< oder >Habe ich genug zu essen?<

In der astrologischen Literatur ordnet man dem zweiten Zeichen materiellen Besitz zu. Ich halte das für eine Vereinfachung und einen Kurzschluss. Aus der ganzen Logik des Tierkreises, aus den Beispielen der Natur, den Bräuchen, den Symbolen Stier, Schlange und Biber, ist Reichtum ursprünglich nicht als Anhäufung von Besitz sehen, sondern als die Erfahrung von Sinnlichkeit und Genuss. Erst wenn dieses Gefühl nicht erlebt werden darf, sucht man nach Äquivalenten wie stofflichem Reichtum oder Geld.

In jeder Partnerschaft erfahren Mann und Frau, dass die Magie ihrer anfänglichen Verführungskraft mit der Zeit nachlässt. Was können sie dann tun?

Es hilft wenig, wenn man zu immer raffinierteren Verführungskünsten greift. Auch die Verlagerung auf Statussymbole, die Konkurrenz mit immer teureren Kleidern, Autos etc. ist ja nur eine Scheinlösung. In Beratungsgesprächen zu diesem Thema gewinne ich manchmal den Eindruck, dass sich eine enttäuschte Frau tatsächlich langsam in eine Schlange verwandelt, die ihr lähmendes Gift heimlich einsetzt: Sie verweigert den Orgasmus, ihre Zärtlichkeit, kritisiert indirekt die Potenz ihres Partners oder zieht die Nähe ihrer Kinder vor. Der Krieg geschieht nahezu lautlos, aber endet irgendwann tödlich für die Liebe. Als Berater wünsche ich mir oft, die Frau möge sich lieber in einen rasenden Stier verwandeln und sich mit dem rötlich funkelnden Aldebaran am Himmel verbinden. So könnte die Sinnlichkeit vielleicht eher neu erwachen.

Das folgende Protokoll ist ein Auszug aus einer Astro-Therapie. Die Frau, ein >doppelter Stier< (das bedeutet, dass sowohl ihre Sonne, als auch ihr Aszendent Stier ist), schildert in dramatischer Weise, wie sie ihre Enttäuschung in ihrer Partnerschaft verarbeitete.

»Seit unserer letzten Stunde habe ich sehr viel darüber nachgedacht, wie ich meine ganz persönliche Stier-Qualität auslebe. Dabei hat mir das Bild der Schlange, das wir in der letzten Therapie-Stunde entwickelt haben, sehr geholfen. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen, denn ich spürte, wie identisch ich schon lange mit der Schlange war, ohne es zu bemerken. Ich wusste nur, dass ich über die Lieblosigkeit meines Mannes enttäuscht war. Aber vielleicht habe ich sogar das im Laufe der Zeit vergessen. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als ich mir Kochbücher über fernöstliche Küche beschaffte. Ich wollte damit meine Ausstrahlungskraft erhöhen. Dann, vor ungefähr acht Jahren, begann ich mich in eine Schlange zu verwandeln. Mein Mann hatte ein kurzes Verhältnis mit einer anderen Frau. Ich habe damals nicht getobt, ich habe mich einfach verweigert, jeden Tag ein wenig mehr. Ich habe meine Sinnlichkeit zurückgezogen, wie eine Pflanze ihren Saft. Ich habe ihm damit das Gefühl genommen, dass er potent ist. Ich habe es ihm nie gesagt, aber er spürte es. Ich habe ihn kritisiert und auch das niemals direkt. Das war meine Rache, ihn immer mehr zu lähmen... Heute Nacht habe ich von einer grünen Schlange geträumt, die unter das Bett meines Mannes kroch...«

Im Spiegel der Astrologie bedingen sich Sinnlichkeit und das Gefühl von Reichtum gegenseitig. Das eine erwächst aus dem anderen und umgekehrt. Nur wer sich in seiner Natürlichkeit annehmen und empfinden kann, erlebt erfülltes Sein und findet damit zu sich. Der drängende Impuls des ersten Zeichens (Widder) braucht diese Phase des Sich-Sammelns, um nicht zu verpuffen. Nach dem Drang kommt jetzt das Sein.

Die Entwicklungspsychologie spricht davon, dass der Mensch während seiner Entwicklung Zyklen durchläuft. Er dehnt sich körperhaft und seelisch aus und manifestiert sich in einer nächsten Phase durch Strukturbildung und Differenzierung.

Auf der Ebene des 2. astrologischen Zeichens wird der Impuls des 1. Zeichens einverleibt. Sinnbildlich steht dafür der Verdauungsvorgang von Stier (westliche Astrologie) und Schlange (chinesische Astrologie).

Dabei werden Energie angesammelt und verarbeitet. Sie manifestieren sich, erhalten Form und Struktur und werden zur Blüte (Natur), zum Duftstoff (Biber — indianische Astrologie), zur Kraft (Stier) und unter Umständen auch zum Gift.

Im individuellen Horoskop erkennt man den ganz persönlichen Reichtum am 2. Haus. Wie eine Rose im Mai aus sich selbst heraus ihre einmalige Schönheit entwickelt, findet der Mensch in seinem zweiten Haus den Stoff, durch den er sich selbst >zum Blühen< bringen kann, der ihn bereichert und der ihn mit den Anlagen seiner Seele versöhnt.

Als Begriff für das 2. Haus habe ich Reichtum gewählt. Worte wie >Ausstrahlungskraft<, >Sinnlichkeit<, >Haben<, >Bestand<, >Besitz< oder >Lust< wären ebenfalls geeignet.

Tabelle II - 2. Haus

2. Haus - WIDDER:

»Mein Reichtum liegt in der Fähigkeit, Impulse in Kraft zu verwandeln.«

Begriffspaar: Reichtum und Startkraft.

2. Haus - STIER:

»Mein Reichtum liegt in meiner Sinnlichkeit und Ausstrahlungskraft.«

Begriffspaar: Reichtum und Reichtum .

2. Haus - ZWILLINGE:

»Mein Reichtum liegt in der Sammlung und Verarbeitung von Information.«

Begriffspaar: Reichtum und Information.

2. Haus - KREBS: »Mein Reichtum liegt in der Stärke meiner Gefühle.«

Begriffspaar: Reichtum und Gefühl.

2. Haus - LÖWE:

»Mein Reichtum liegt in meiner Überzeugung von mir selbst.«

Begriffspaar: Reichtum und Selbstgewissheit.

2. Haus - JUNGFRAU:

»Mein Reichtum liegt in meiner Fähigkeit zu planen und in der Kraft meiner Vernunft.«

Begriffspaar: Reichtum und Vernunft.

2. Haus - WAAGE:

»Mein Reichtum liegt in meiner Liebesfähigkeit und meinem ausgleichenden Wirken.«

Begriffspaar: Reichtum und Ergänzung.

2. Haus - SKORPION:

»Mein Reichtum liegt in verborgenen Tiefen meines Seins.«

Begriffspaar: Reichtum und Hingabe.

2. Haus - SCHÜTZE:

»Mein Reichtum liegt in der Kraft meines Geistes.«

Begriffspaar: Reichtum und Einsicht.

2. Haus - STEINBOCK:

»Mein Reichtum liegt in meiner Ausdauer, Genauigkeit und in meiner Verbindung zur Gesetzmäßigkeit des Lebens.«

Begriffspaar: Reichtum und Maß.

2. Haus - WASSERMANN:

»Mein Reichtum liegt in meiner Schöpferkraft.«

Begriffspaar: Reichtum und Umbruch.

2. Haus - FISCHE:

»Mein Reichtum liegt in meiner Einfühlungskraft.«

Begriffspaar: Reichtum und Stille.


      







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