ESOTERISCHES WISSEN

Die psychologische Astrologie

 

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Astrologie - Der Tierkreis-Führer

Das Erlebnisprogramm der psychologischen Astrologie

Alles ist mit allem verbunden — Die Urqualität des 12. Zeichens

Was das Sternbild am Himmel verrät

Wer Anfang Oktober um Mitternacht in den nächtlichen Himmel schaut, entdeckt genau im Süden das große, weit ausgedehnte Sternzeichen Fische. Es besteht aus einer rhombischen und einer kreisrunden Figur, beide durch eine Sternenkette miteinander verbunden. Während der eine Körper senkrecht nach oben zeigt, entfernt sich der andere mit dem Lauf der Ekliptik nach Westen, so dass der Betrachter den Eindruck gewinnen kann, beide Fische schwämmen am Himmel in verschiedene Richtungen davon. Oben, unten, rechts oder links - für die Fische scheint jede Richtung offen. Vielleicht löst auch der Betrachter seinen zielgerichteten Blick, bis er ihn ganz verliert und eintaucht in den unendlichen Ozean der Sterne.

Assoziationen: Richtungslosigkeit - Unbestimmbarkeit

Eine Reise durch die Natur im Februar/März

Irgendwann, in der Zeit zwischen Winter und Frühling, bleibt die Natur stehen, hält den Atem an, schweigt. Es ist nicht die Starre des Winters, die von draußen aus der Kälte kommt, sondern eine Stille, die aus der eigenen Mitte emporwächst. Wieder, wie im Herbst, liegen die Wolken tief über der Erde, verwirren den Blick, und jeder Ton verliert sich in der Unbestimmbarkeit. Wassergüsse vermischen sich mit frisch gefallenem, nassen Schnee. Ihr Schmelzwasser hebt die Flüsse über die Ufer und durchweicht das Land. Der Winter ist vorbei, und der Frühling ist nah. Es gibt nichts zu tun, als zu warten, die Zeit erfüllt sich ganz von selbst.

Es ist nicht Resignation, die die Natur und die Herzen der Menschen berührt, vielmehr ist es ein Erwachen, ein tiefes Erkennen, dass alles Tun, alle Versuche, etwas zu verändern, ja selbst die Hoffnung, vergeblich sind. Noch vor kurzem, zur Zeit des Wassermanns, riß die Natur am Eis, wühlte die Erde auf, und Wasserströme suchten sich neue Wege. Jetzt wird sie von jedem Tun erlöst.

Assoziationen: Stille - Tiefe - Erlösung

Fische-Energie im Brauchtum und in kirchlichen Festen

Auf das wilde Treiben des Karnevals folgt die besinnliche Fastenzeit. Die Menschen verringern dann absichtlich die Nahrungsaufnahme, schwächen ihren Körper, um sich damit über ihn zu erheben. In manchen Klöstern werden in dieser Zeit Grünspeisen verzehrt und in vielen Gegenden Deutschlands isst man am Gründonnerstag vor Ostern Salate, die aus den allerersten Kräutern und Pflanzen zubereitet werden oder kleine, weiße Würste, die mit viel Grün angereichert sind.

Auf der einen Seite sollen die vitaminreichen, frischen Kräuter natürlich den Körper über die letzte Winterzeit bringen. Auf der anderen ist das Pflücken und der Verzehr von grünen Pflanzen schon immer ein Fruchtbarkeitsritual gewesen: Der Mensch verbindet sich mit dem Lauf der Natur, die in Bälde einen neuen Zyklus beginnt.

Auch die Sitte, am Palmsonntag vor Ostern, grüne Zweige zu pflücken und damit Altäre und Kruzifixe zu schmü с ken, hat uralte, heidnische Wurzeln: Schon die Germanen kannten diesen Brauch und schützten mit den ersten grünen Zweigen ihr Haus, das Vieh und sich selbst gegen jedes erdenkliche Unheil.

Das Fasten war auch aus einem anderen Grund ein Gebot der Zeit, denn im Februar/März waren die Speicher leer.

Gleichzeitig war Fasten mit Reinigung verbunden. Bereits für die Römer war der >Februarius<, der letzte Monat des Jahres, ein Reinigungsmonat. Und in unserer Zeit raten Heilpraktiker und ganzheitlich orientierte Ärzte Anfang März zu einer Reinigungs- und Fastenkur. Der Körper ist nämlich jetzt - wie die gesamte Natur - sehr zart und empfindlich und sollte nicht durch zu fettreiche Kost überlastet werden.

Während in der Fastenzeit die Nahrungszufuhr eingeschränkt oder sogar ganz unterbunden werden soll, ist man Alkohol gegenüber erstaunlich tolerant. In vielen Klöstern trinkt man Wein oder selbstgebrautes Bier, das besonders alkoholhaltig ist und daher rasch eine berauschende Wirkung hinterlässt. In München wird auf dem Nockerberg Anfang März ein Starkbier angezapft, das soviel Stammwürze besitzt, dass es auch einen Menschen mit vollem Magen ins Land der Träume hebt. Will man in den Klöstern die Qual der Fastenzeit dadurch verringern, dass man wenigstens >flüssiges Brot<, wie man das Starkbier gerne nennt, zu sich nehmen darf? Oder suchen die Mönche in der Fische-Zeit durch Genuss von Alkohol einen Zustand der Ekstase und Visionen? Schon immer war Fasten ein Weg zur tieferen Innenschau. Es ist daher nicht von der Hand zu weisen, dass die Zugabe von Alkohol in der Fastenzeit zu besonders prophetischen und visionären Zuständen verhelfen sollte.

dass der Fische-Zeit besonders magische und geheimnisvolle Kräfte innewohnen, kann man den verschiedensten Bräuchen entnehmen: z. B. soll man die Nacht vor Gründonnerstag das Haus nicht verlassen, weil Geister ihr Unwesen treiben. Oder man hält vor Ostern die Kirchenglocken an und verkündet die vollen Stunden durch Holzratschen. Der Lärm — ursprünglich ein Zauber zur Abwehr von Dämonen - soll symbolisch den Aufruhr der Naturgewalten beim Tode Jesus darstellen.

Assoziationen: Fastenzeit - Grünspeisen - Alkohol - Ekstase

Das 12. Zeichen in der westlichen, chinesischen und indianischen Astrologie

Der Fisch — Westliche Astrologie

Die Familie der Fische umfasst einige Tausend verschiedene Lebewesen. Es gibt Winzlinge mit einer Körperlänge von weniger als einem Zentimeter und wahre Riesen, die wie der Wal zwar Säugetiere sind, aber umgangssprachlich und symbolisch zu den Fischen gehören. Mit dem astrologischen Wort Fische ist also keineswegs ein bestimmter Typ, sondern die schillernde und bunte Vielfalt aller Fische im weiteren Sinn gemeint. Bereits damit wird angedeutet, dass die Inhalte des 12. Zeichens vielschichtig und nur schwer bestimmbar sind. Das Wort Fische ist gleichbedeutend mit Wasser, Fluss, See und der unendlichen Weite der Ozeane.

Fische sind das Grundnahrungsmittel aller am Meer lebenden Völker. Im allgemeinen betrachtet man Fische als einfache, unterentwickelte Geschöpfe, die stumm sind und beinahe das Dasein von Pflanzen führen. Erst in unserer Zeit wird von der ungeheueren Intelligenz der Fische gesprochen. Besonders >Säugetier-Fische< wie die Wale und Delphine sind nach Meinung mancher Forscher in vieler Hinsicht dem Menschen weit überlegen.

Fische sind rätselhafte Tiere. Sicher wurden sie auch aus diesem Grunde zum Symbol für viele geheimnisvolle und wundersame Erscheinungen in der Geschichte der Menschheit. So wurden Fruchtbarkeitsgötter als Fische dargestellt und für viele Religionen gelten die Fische als Sinnbild des Todes und der Auferstehung: Der indische Gott Wischnu wurde als Fisch reinkarniert, Jonas wurde von einem Wal an seine Pflichten erinnert und das früheste Geheimzeichen der Christen war ein Fisch. Der griechische Name der Fische lautet Jchthys , was den Anfangsbuchstaben des >Jesous CHristos THeou Yios Soter< entspricht. In Verbindung mit dem Abendmahl wurde der Fisch zum Zeichen der eucharistischen Heilspeise.

 

Assoziationen: Vielschichtigkeit - Bedeutungslosigkeit - Geheimnis - Religiosität - Mystik

Der Hase - Chinesische Astrologie

Wer im Zeichen des Hasen geboren wurde, hat nach Meinung der chinesischen Astrologen das glücklichste der zwölf Sternzeichen getroffen. Man bescheinigt ihm Anmut, Takt und Schönheitssinn. Besonders hervorgehoben aber wird seine ungeheuere Wendigkeit: Einen Hasen bekommt man - genau wie einen Fisch - nur äußerst schwer zu packen. Der Fisch kann blitzartige 180-Grad-Wendungen vollführen und ist darüber hinaus mit einer glitschigen Haut überzogen. Der Hase schlägt seinen berühmten Haken. Dieser Zug wird auch auf den Charakter übertragen: Man sagt, dass Fische- oder Hasen-Menschen sich gerne in einen Mantel des Geheimnisvollen hüllen würden, und für andere Menschen immer ein wenig rätselhaft blieben.

Assoziationen: Wendigkeit - Tarnung - Rätselhaftigkeit

Der Puma — Indianische Astrologie

Der Puma ist die größte Raubkatze in Nordamerika und wurde von den Weißen nahezu völlig ausgerottet, zum Teil seines wundervollen Pelzes wegen, zum Teil, weil man ihn irrtümlicherweise für eine Gefahr für die Siedler hielt. Die Indianer schätzen den Puma. Für sie war er ein Sinnbild für die Wanderung des Geistes. Man verglich nämlich die lautlose und geschmeidige Pirsch eines Pumas mit dem menschlichen Geist. Er trug daher auch den Namen >Geisterkatze<, und manchmal sahen die Ureinwohner Amerikas in einem nächtlichen Pumaschatten die Seele eines verstorbenen Stammesgenossen. Pumas unterstehen dem geheimnisvollen Mond der großen Winde<, was ihren Mythos noch vergrößerte.

Wie man Fische nur durch ein Netz oder einen Köder fangen kann, braucht man auch bei der Jagd eines Pumas eine List: Während diese Tiere auf der Erde selbst einer ganzen Horde von Jagdhunden entkommen können, sind sie der Verfolgung des Jägers schutzlos ausgesetzt, wenn sie den Fehler begehen und auf einen hohen Baum klettern.

Assoziationen: Wanderung des Geistes - Seelenwanderung

Psychologische Bedeutung

Mit den Fischen haben wir das letzte und geheimnisvollste Zeichen des ganzen Tierkreises erreicht. Wir begegnen in diesem Zeichen Religion, Mystik, Meditation und den unerklärbaren Geheimnissen des Lebens. Auf der Ebene des 12. Zeichens hält der Mensch - genau wie die Natur -seine Energie an, er fastet, öffnet seinen Blick, wird absichtslos und dadurch erlöst von der Fliehkraft der Existenz. Oft träumt er einfach vor sich hin und erfährt zu Zeiten den Zustand erfüllter Leere.

Während das 11. Zeichen Wassermann den Menschen drängt, sein Leben zu verändern, ja es sogar umzustürzen, versinkt im 12. Zeichen jede Absicht. Wie der Hase (chinesische Astrologie) jederzeit seine Richtung ändert, der Fisch (westliche Astrologie) sich jedem Zugriff entzieht und der Puma (indianische Astrologie) wie ein Schatten auftaucht und wieder verschwindet, findet der Mensch im 12. Zeichen die Gnade der Unbestimmbarkeit: Er ist alles und nichts zugleich. Er findet Erlösung, weil er ohne Absicht ist; er wird zum Fisch, dem Allerweltslebewesen der Meere — er wird Ego-los.

Menschen, die in Berührung mit den Energien des 12. Zeichens kommen, reagieren sehr verschieden: Manche fürchten die Unbestimmbarkeit und glauben, dass sie den Kontakt zu sich selbst und zur Wirklichkeit verlieren. Sie meinen, sie seien wie von dichtem Nebel eingehüllt, hätten keine Orientierung mehr oder würden sich nur im Kreise drehen. Menschen, die durch ihr Gesamthoroskop bereits über einen Zugang zu den Räumen des 12. Zeichens verfügen, begrüßen das absichtslose Sein.

Mit dem 12. Zeichen betritt der Mensch Räume der Meditation. Personen mit starkem Fische-Einfluss brauchen dieses Reich der Selbstbesinnung. Nur dort finden sie die Klarheit, die sie mit der Wirklichkeit versöhnt.

Der Bereich der Meditation ist in der klassischen Psychologie kaum erforscht. Man verwies ihn lange Zeit in den Bereich der Religionen. Erst in neuester Zeit ist durch die starke Verschmelzung zwischen östlichen und westlichen Einsichten ein neues Interesse erwachsen. In manchen Ländern Asiens, wie z. B. Japan, gehören Techniken der Meditation zum Bildungsplan an höheren Schulen. Heute ist Meditation auch im Westen fast ein Modewort. Denker wie der Amerikaner Fritjof Capra* haben sogar auf so gewagte Verbindungen wie die zwischen Physik und Meditation (>Das Tao der Physik<) verwiesen, und Tausende von Europäern und Amerikanern führen täglich wenigstens für ein paar Minuten eine kurze Meditation durch, oft in Verbindung mit Yoga oder einer anderen Körpermethode. Mehr als jeder andere hat der indische Philosoph Bhagwan Shree Rajneesh, später Osho* genannt, in der westlichen Welt ein neues Verständnis für Meditation erweckt. In seinen Schriften erwähnt er immer wieder die Notwendigkeit einer Synthese zwischen der Psychologie des Westens und der Meditation des Ostens und seine Meditationstechniken gehören zum festen Programm der meisten Selbsterfahrungsgruppen.

Übung — Meditation

Sollten Sie noch nicht mit einer Meditationstechnik vertraut sein, können Sie sich mit folgender Übung auf diese Erfahrung einstimmen. Was Sie brauchen, ist ein Ort der Stille.

Setzen Sie sich bitte an eine Stelle, die Ihnen sehr vertraut und angenehm ist. Versuchen Sie, so aufrecht wie möglich zu sitzen, und schlagen Sie die Beine zum Yogasitz unter Ihrem Gesäß zusammen. Falls Ihnen das zu schwierig ist, können Sie auch knien oder mit ausgestreckten Beinen sitzen. Halten Sie Ihre Hände nach oben geöffnet vor Ihre Brust. Richten Sie Ihren Blick ins Unendliche und schließen Sie dann Ihre Augen. (Siehe Abbildung)

Ihre Aufgabe ist es, absichtslos zu werden. Das heißt, dass Sie nichts Bestimmtes denken, empfinden oder fühlen. Natürlich können Sie Ihre körperlichen Empfindungen und Ihre Gedanken nicht einfach abstellen. Sie werden daher dieses und jenes denken, aber schenken Sie diesen Gedanken bitte keine Aufmerksamkeit. Lassen Sie sie einfach vorüberziehen.

Das Ziel der Meditation ist es, leer zu werden. Doch Sie werden feststellen, dass Sie zunächst noch voller Gedanken und Empfindungen sind, ja Ihr Kopf wird Ihnen wie ein Bienenschwarm vorkommen. Wichtig ist daher nur das Eine: Halten Sie nichts fest, erinnern Sie sich selbst immer wieder daran, an nichts Bestimmtes zu denken.

Es gibt weder Vorschriften über die Dauer einer Meditation, noch genaue Regeln, was man dabei tun soll. Für Ihren ersten Versuch sind dreißig Minuten schon recht gut. Wenn Sie tiefer in Räume der Meditation einsteigen möchten, finden Sie leicht reichlich Literatur, um sich zu informieren.

Der Fische-Energie im allgemeinen Tierkreis entspricht im individuellen Horoskop das 12. Haus. Das Tierkreiszeichen, das vom 12. Haus angeschnitten wird, nennt Themen, die durch Meditation und Besinnlichkeit zugänglich werden. Es zeigt aber auch Räume, in denen man sich leicht verlieren kann und man daher Anstrengungen und Achtsamkeit benötigt, um den Bezug zur Wirklichkeit nicht zu verlieren.

Ich habe den Begriff >Stille< gewählt. Aber Worte wie >Erlösung<, >Gnade<, >Absichtslosigkeit< und >Auflösung< sind genauso geeignet, um das 12. Haus zu beschreiben.


      







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